Wer jetzt abends spät noch im Garten ist, kann mit Glück viele Glühwürmchen beobachten. Die Biolumineszens dient der Paarung: durch das Leuchten finden Männchen und Weibchen zueinander.
Was viele nicht wissen: Leuchtkäfer sind Nützlinge! Ihre Larven vertilgen Schnecken, vornehmlich Nacktschnecken.
Glühwürmchen sind ein Indikator für intakte Landschaftsräume und reagieren empfindlich auf Bodenverdichtung, Pestizide und Lichtverschmutzung.
Helligkeit unterdrückt die Aktivität der Larven und Männchen werden von ihr vertrieben, so dass die Weibchen, die in der Nähe von Lichtquellen sitzen, vergeblich auf ein paarungsbereites Männchen warten.
Deswegen werden Glühwürmchen immer seltener.
Was ihr tun könnt:
- richtet in eurem Garten Asthaufen ein, dort sitzen die Weibchen gern und für die Larven ist es eine perfekte Unterkunft um von dort auf Schneckenjagd zu gehen
- errichtet Trockenmauern; Weibchen nutzen zum Anlocken gern erhöhte Sitzplätze
- schafft magere Wiesen, die nicht gedüngt werden
- lasst Krautsäume stehen, nicht alles muss mit der Motorsense kurz gehalten werden
- lasst Schnittguthaufen liegen; durch die sich darin entwickelnde Wärme werden Weibchen angelockt
- vermeidet die Mahd in der Leuchtzeit, wenn möglich
- setzt kein Schneckengift ein!
- minimiert künstliche Beleuchtung in eurem Garten – besonders kaltes und helles Licht. Kleine Lichtlein in warmer, orange-gelber Lichtfarbe sind in Ordnung. Wenn ihr den Garten mit Lichterketten und Solarleuchten geschmückt habt, denkt darüber nach, ob das wirklich sein muss. Vielleicht könnt ihr das Licht schaltbar machen und nur einschalten, wenn ihr da seid?
Unsere Kleingärten werden in der heutigen Zeit immer wichtigere Rückzugsorte für viele Arten, die woanders ihren Lebensraum verlieren. Lasst uns diesen Lebensraum erhalten!
Informationen und Textauszüge stammen von dieser Webseite:
https://www.nabu-odenwaldkreis.de/naturschutztipps/artenportraits/gl%C3%BChw%C3%BCrmchen